Der Gürtel

 

Allgemein

Abbildungen, Statuen und auch Fundstücke von Gürtelschnallen weisen darauf hin, daß die Gürtel relativ schmal (ca. 2 bis 3cm) waren. Die Länge variiert von kurz (niedere Darstellung) und kann bis zur Mitte des Schienbeins (adelige Darstellung) reichen.

Material

Leder, brettchen- oder kammgewebte Borte aus Wolle, Leinen oder Seide

Ledergürtel bestehen entweder aus dickem Kernleder oder werden aus dünnen Leder angefertigt, das zu einem Schlauch genäht wird.
Die Gürtelschnallen haben häufig D-Form und werden mit einem Beschlagblech am Riemen befestigt. Das andere Ende des Gürtels kann ebenfalls mit einem Endbeschlag versehen werden. Die Beschlagbleche bestehen aus dünnem Bronzeblech und werden mit dem Riemen vernietet.
Aufwendigere Gürtel können mit Metallapplikationen versehen werden, die, neben dem zierendem Aspekt, die Aufgabe haben, ein Zusammenrollen bei gewebten Riemen zu verhindern. Einfache Eisen- und Messingschnallen sowie Beschläge wurden häufig verzinnt, sowohl um das Material vor Korrsion und Anlaufen zu schützen als auch eine optische Aufwertung zu erreichen. Beschlagbleche, Schnallen und Strecker wurden i.d.R. gegossen.

© Stephanie & Claus Winhard